Name:
Caroline Barockengel-Vaticanic
Kurzbeschreibung:
hübschester Streber der Welt (zumindest in ihrem Universum)
persönlicher Song:
Weird Al Yankovic – Fat/ Link: http://www.youtube.com/watch?v=fqz1ojIQTBkIch war 16 und nicht gerade scharf darauf in die Schule zu gehen. Mal ehrlich, wer wollte „sich bilden“ lassen wenn draußen das Wetter ein Traum war (Sommer, Sonne, Sonnenschein!), die Jungs oder ein spezieller „Legolasverschnitt“ (der die Sonne und alles menschliche tunlichst vermied) auf meine Aufmerksamkeit "baute" während ich meine ersten Schritte auf „feindlichem Boden“ (das unbekannte Wesen Mann) machte. Doch ich konnte meine Verpflichtungen nun mal einfach nicht loswerden. Immerhin ich war auf einer „Wirtschaftsfachschule“ (was meine Eltern auch nie vergaßen zu betonen: du bist privilegiert....bla...bla...bla...gähn) und mich stets davon zu überzeugen versuchten, dass „...eine solide Ausbildung das „A“ und „“O“ im Leben eines jungen Menschen ist“ und dass ich nach ihren Regeln spielen musste wenn ich daran dachte auch nur IRGENDWANN den Führerschein zu machen. Aber immerhin: dort (Schule) gab es auch Jungs.... genauso wie die selbstverliebten „hübschen“ Strebermädels (wohlgemerkt nur hübsch in ihrem kleinen Paralleluniversum in dem sie uneingeschränkten Herrscherinnen waren und zu dem „normalen Menschen“ der Zutritt leider verwehrt war). Natürlich gibt es auch Ausnahmen (zum Glück) aber diese eine "spezielle Freundin" gehörte definitiv nicht dazu. Eine davon machte mir das Leben richtig schwer.... und wenn ich SCHWER sage, dann meine ich schwer! Es gibt sich doch überall: die unbeliebten „Freiwillig-mehr-Hausaufgaben-Macher“, die einem zu Lebzeiten vorführten wie die Hölle aussehen mochte, neben den du dir winziger als die kleinste Ameise vorkamst. Alles was du zu wissen gedacht hattest war plötzlich weg und zurück blieb....eine peinliche, gähnende Leere und Gestammel wenn die „nette“ Frau Lehrerin dich im Unterricht aufrief, begleitet vom dümmlichen Grinsen DIESER einen Person der du jeden Pickel ins Gesicht gewünscht hattes den du dir ausmalen konntest. Gemein ist es hierbei natürlich wenn er/sie – nennen wir es „das Streberlein“ - dabei auch noch richtig gut aussah bzw. über eine übermenschliche Form von Selbstbeherrschung und gekonntem Auftreten verfügte, dann gibt es nichts mehr was du noch tun kannst um neben ihm/ihr nicht wie eine komplett geisteskranke Irre zu erscheinen. Doch ich hatte dieses Mal das Glück auf meiner Seite: Intelligenz alleine ist eben doch nicht alles...ha! Manchmal spiegelt sich die Persönlichkeit eines „Streberleins“ ja in seinem/ihren Äußeren (und ich weiß wovon ich rede, da ich mal Teil dieser fragwürdigen Gruppierung war bis ich in einem spontanen Anfall geistiger Klarheit die Flucht ergriff um mich neu zu „erfinden“... Frankenstein lässt grüßen). Tja und sie war das Beispiel dafür:
hässlich wäre noch ein Lob gewesen! Schlicht gesagt: sie war ein hässliches Entlein, die es aber immerhin schaffte mir schlaflose Nächte zu bereiten.... und das ist jetzt bitte schön ohne jeden anzüglichen Hintergedanken gemeint ;-)
Es war wieder einer dieser Tage – kurz vor Schulschluss – wo jeder normale Mensch nach dem letzten Läuten der Schulglocke hinaus stürmte, sich aufs Fahrrad schwang und mit einem Affentempo in Richtung Badesee bewegte. Es sei denn man war eine Niete in Mathe: wie ich! Hätte es ein Fach wie „Billig und gut reisen“, „Partyorganisation“ oder „Feste feiern“ gegeben: ich wäre die ungekrönte Königin gewesen... doch Mathe... und zu allem übel wurde ich von meiner Lehrerin auch noch dazu verdonnert mit IHR zu lernen... meinem persönlichen Feindbild Nr.1... der Frau die man schon auf 10-Meter-Entfernung roch und die dich mit diesem herablassenden Blick anblickte bei dem du dich immer gefragt hast: „Woher nimmt die bloß das Selbstvertrauen“? Na wenigstens konnte ich auf meinen kiffenden Philosophen bauen der ja – wie ich damals gaaaaanz naiv dachte – so romantisch ist wenn er wieder einer seiner philosophischen Weisheiten von sich gab. Verliebtheit macht blind? Nein, stimmt leider nicht, es raubt dir den letzten Gramm Verstand und du bist dumm wie Brot (ich bin da mein eigenes Forschungsobjekt und kann auf jahrelange Erfahrung zurückblicken ;-) ). Komisch war nur in letzter Zeit, dass er mir jedes Mal anders vorkam wenn ich ihn traf. Einmal war er der wunderhübsche, sensible, aufmerksame Traum meiner schlaflosen Nächte der eine angenehme Ruhe ausstrahlte, ein anderes Mal war er der philosophische, kiffende „Gnom“ der seinem „Double“ optisch nicht im Geringsten hinterher kam. Die anfängliche Begeisterung die er mir bzw. unseren Treffen gegenüber hervorbrachte ebbte auch langsam aber sicher ab. Woran das wohl lag? Dies ging sogar so weit, dass er mir eines Tages sogar 5 Minuten vor einem Treffen absagte und gar nicht auftauchte. Wieder war ich ein wenig säuerlich und beschloss meinem größten Hobby nachzugehen und ganz nebenbei meinen Frust mit dem Anblick anderer hübscher Männer zu bekämpfen......
...ich war also am Weg in die Staatsoper um mir ein Ballett anzuschauen... (was habt ihr denn gedacht :-) ??). Ich hatte ja bereits in den letzten Wochen so ein flaues Gefühl im Magen beim Gedanken an Alexander... wie sehr ich damit Recht haben sollte war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewußt... frei nach dem Motto: „Ein Unglück kommt selten allein“.


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