Freitag, Januar 08, 2010

mit 15 hat man noch Träume - Teil 2

Die Monate vergingen und meine Leistungen in der Schule wurden immer schlechter. Kein Wunder wenn der Kopf ständig ganz wo anders ist. Es ist ja auch schließlich viel spannender während des Unterrichts SMS zu schreiben, auch wenn die Professoren das nicht so sehen. Nun, so schön die ganze heimliche SMSerei und unsere Treffen auch waren, nach 4 Monaten war es kaum zu übersehen das sein Interesse an mir wieder genauso schnell verschwunden war.

Ich konnte es nicht glauben dass es das schon wieder gewesen sein sollte. Was hab ich nicht alles versucht um mich wieder Interessant für Ihn zu machen, angefangen mit zweideutigen Versprechungen, sexy Unterwäsche
und schicke Kleidung ich stellte ihm sogar einige meiner Freundinnen vor. Er war ja immer schon für so viele Fraubekanntschaften wie möglich zu haben.

Was ich zu der Zeit noch nicht ahnte und schmerzlich aber dennoch bemerken musste war, das er schon sein nächstes Opfer auserwählt hatte. Hierbei handelte es sich um die liebe Helga Hungervoll.

Diese fand ja meine Sachen immer schon besser als ihre eigenen. Das war schon zu Schulzeiten so und hatte sich bis dahin noch nicht geändert. Auch sie war im Nu seinem südländischen Charme und dem dicken Auto sofort erlegen. Zu meiner großen Enttäuschung habe ich also feststellen müssen das Freunde in der damaligen Zeit schon nicht mehr das waren, wofür man sie gehalten hat. Dazumal Helga ja von Anfang an wusste wie viel mir Zlatko bedeutet hatte, trotz seines „pfundigen“ Auftretens :-)

Lange Rede, kurzer Sinn: zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, das meine erste Liebe in einer Katastrophe geendet hat, denn nach der Erkenntnis das ich für Zlatko auch nur irgendein dahergelaufener Zeitvertreib war begann für mich eine lange Zeit des Frustfressens und des Selbsthasses. Außer mit July konnte ich ja mit niemanden über diese Dinge sprechen, wer hört schon gerne das man einem verheirateten Mann nachweint ?! Noch dazu wenn dieser 10 Jahre älter und um 40 kg zu schwer ist ….

Das einzig Gute das mir July zu diesem Zeitpunkt noch tun konnte war, Zlatko hie und da mal so richtig zur Schnecke zu machen. Immerhin habe ich es nach ganzen 2 Jahren dann endlich geschafft mich von diesem Typen komplett abzusondern. Im Nachhinein kann ich nur sagen, ich hab keine Ahnung wo ich damals meine Augen hatte als mich da Amors Pfeil getroffen hatte. Aber eins ist klar – definitiv nicht im Kopf :-)

Donnerstag, Januar 07, 2010

Doppelt hält am Besten? - Teil 2

by July


Zurück in der Idylle meiner Kleinstadtprovinz konnte ich es kaum erwarten Natalie zu sehen. Ich platze beinahe vor Aufregung ihr von meinem „Fang“ zu berichten. DAS ist er! Genauso so soll ein Mann sein (dachte sich mein naives 16-jähriges Ich, aus der Provinz, das von Männern genauso viel Ahnung hat wie ein Eisbär von Urlauben unter Palmen auf Hawaii): gefühlsbetont (naja wobei: Möchtegernphilosoph = irgendwie an Realitätsverlust leidend ??) und aufmerksam (oder lag seine Ruhe eher an dem Zeugs das er rauchte?), hübsch (im Nachhinein betrachtet: ein „Would-like-to-be-Legolas“ = irgendwie krank?), sympathisch (gut wenn man kaum redet kann man sich auch schwer Feinde machen) aber alles in allem: „Mein Schatz“ den ich mit nichts und niemandem teilen wollte.... (siehe: „Gollum“ aus „Herr der Ringe“).


Einen Nachmittag später hatte ich meine ersten Freudentaumel (aber auch meine ersten Bedenken die Themen Philosophie, Nietzsche und die Peitsche betreffend) mit meiner besten Freundin Natalie geteilt. Wir haben uns gefreut und auch viel gelacht...zugegeben: vor allem über die „philosophischen“ Ergüsse meines neuen treuen Gefährten die ich in regelmäßigen Abständen über mein brandneues Mobiltelefon erhielt (das so schwer und unhandlich war, dass es auch locker als Waffe hätte durchgehen können):

Wohin wird uns das führen?“
(na in Richtung Beziehung möchte ich doch mal stark hoffen) oder etwa

“Ich fühle meinen fehlenden Teil zurückkehren!“
(ok...mir war offensichtlich nicht bewusst dass an dir etwas fehlt, da muss ich beim nächsten Mal gründlicher hinschauen)...

Sind wir die einzigen die Leben?“
(der kommt wohl wirklich nicht viel raus aus seiner Wohnung, nein es gibt auch noch Menschen außerhalb deiner 4 Wände...).

Trotz allem: etwas an ihm zog mich an, wie die sprichwörtliche "Motte das Licht". Ich zählte die Tage bis zum nächsten Wochenende und dann war es plötzlich so weit. Ich aß in der Schnellbahn in Richtung Wien. JUHUUUU! Dort endlich angekommen hat er mich dann gleich mal ordentlich...

















...versetzt! Ich kam mir vor wie bestellt und nicht abgeholt...Es ist doch unfassbar. Was glaubte er denn wer er war? Ich war stinksauer. Nach 63 – mehr oder weniger „freundlichen“ Nachrichten auf seiner Mailbox und 50 weiteren „säuerlichen“ sms, die ich IHM schickte, war es mir zu blöd. Das war doch wirklich nicht zu viel rechzeitig abzusagen! Scheiss bekiffte Philosophen! Nur logisch dass ich ihn anrief und sms tippte. Ich meine ich stalkte ihn ja schließlich nicht (konnte ich ja auch in diesem Moment nicht, da ich nicht wusste wo er wohnte). Mal ehrlich: 63 Mal anzurufen liegt doch bitteschön wirklich im Rahmen des „normalen“ dachte ich.... dass ich mich da irrte sollte ich auch noch lernen. Ich beschloss zu gehen und mir einen schönen Sommernachmittag in Wien zu machen.


Just in diesem Moment taucht er auf! Doch etwas war anders, ich konnte es nur nicht in Worte fassen! Wie ein Wachhund hefteten sich meine Augen auf ihn... ich konnte nicht sagen was es war bis er in meiner unmittelbaren Nähe stand.... er hatte seine „Informatikerbrille“ gegen Kontaktlinsen getauscht, seine „Leogolasmähne“ war auch verschwunden und seine Gesichtszüge wirkten irgendwie.... kantinger. Kurzum er war irgendwie.... hübscher als beim letzten Mal als ich ihn sah! Komisch, dass man sich so gar nicht an jemand erinnern kann dachte ich mir und ahnte dabei noch nicht wie ich mich da noch irren sollte. Der Abend verlief unspannend....Musik, viel Alkohol (natürlich Whisky, wenn schon besoffen dann ordentlich), jugendhaftes „Geknutsche“ bei gejaulter Musik der 60er Jahre bis ich schließlich – vollkommen dicht – von meiner Mutter in Wien abgeholt wurde. Mein Anblick brachte sie spontan zum Lachen...


...kein Wunder: wieder mal machte ich einem Mitglied der Simpsons alle Ehre... dieses Mal Barney Gumble, dem notorischen Trinker. Der Abend ist nicht ganz so gelaufen wie ich mir das „erträumt“ hatte, dafür hat sich „mein Schatz“ plötzlich in die „1.1. Version – die upgedatete, schönere Version des Vorgängermodells, verwandelt. Hat auch was für sich. Was Natalie wohl dazu sagen würde? Doch zunächst musste ich mich wichtigeren Dingen widmen: der Schule, denn zugegeben: ich war wohl kaum das was man als Streber bezeichnen würde.







Mittwoch, Januar 06, 2010

Mit 15 hat man noch Träume

by Natalie

Name:

Zlatko Dummian
Kurzbeschreibung:
Don Juan für arme …. Ganz Arme :-) --> die Freundin meiner Frau ist auch meine Freundin ;-)
Persönlicher Song:
Du schwarzer Zigeuner / Link: http://www.youtube.com/watch?v=UAOu6rts79I



Mit 15 hat man noch Träume

Mit 15 Jahren hat man ja noch keine Vorstellungen vom Leben, und schon gar nicht von der ersten Liebe. Nichts desto trotz h
at es meine erste große Liebe geschafft, trotz der Tatsache das er verheiratet war, bei mir mit seinem Charme und dem dicken Auto zu punkten – welches übrigens seine Frau bezahlte.









Kennen gelernt habe ich Ihn über meine damalige beste Freundin, welche damals schon 24 war. Jedenfalls, bemerkte ich anfangs nicht den Grund für sein übermäßiges Interesse an mir. Natürlich war ich blutjung, attraktiv (so attraktiv wie junge Schulmädchen nur sein können) und wahnsinnig neuriegig was ein älterer Mann so an mir finden könnte.
Im Laufe der Zeit regten sich in ihm Gefühle die nicht zu übersehen waren :-)
Als er mich zu einem spaßigen Shopingtrip mit seinem coolen Schlitten abholte war ich nun mal schwer beeindruckt von ihm. Auch seine charmante Art hatte schon was für sich, da noch nie bis dahin ein Mann wirklich nett zu mir war. Beim weiteren herumkurven im "Spaßmobil" wurde mir dann die erschreckende Wahrheit bewusst ....

Er wollte mir einen Kaugummi anbieten .... seinen Kaugummi. Was soll man schon davon halten wenn einem ein benutzter Kaugummi durch einen Kuss angeboten wird ??? Ich konnte aber nicht behaupten das mir die Kaugummitauscherei keinen Spaß gemacht hätte, da es sich ja hier (nicht zu fassen) um meinen ersten Kuss gehandelt hatte.

Die Loyalität gegenüber meiner Freundin jedoch machte mir schwer zu schaffen und ich war Tag und Nacht am grübeln wohin das ganze wohl führen mochte.
Von der Grübelei aber hielt Zlatko gar nicht viel, er war eher so der einfach gestrickte Typ welcher einem sofort zeige wie er es meinte.
Da ja guter Rat teuer war, war es an der Zeit für ein paar Ratschläge von July. Sie wusste immer die Antwort auf viele meiner Fragen. Aber da war auch sie ziemlich ratlos.

Doppelt hält am Besten?

by July


Name:

Alexander Linuxius

Kurzbeschreibung:

verkiffter Träumer, Möchtegernphilosoph, Informatikfreak, hat ein kleines (aber nicht süßes) Geheimnis

persönlicher Song:

Informatiker Song / Link: http://www.youtube.com/watch?v=rXUPwNKth4w&feature=PlayList&p=C91476973D4D7655&playnext=1&playnext_from=PL&index=6



Alles fing an als ich noch jung und naiv war... zugegeben sehr naiv, dafür nicht mehr ganz so jung. Aber so ist das nun mal mit der Liebe: no risk, no fun. Im Nachhinein betrachtet könnte man sagen: was hab ich mir da nur gedacht???? Ich erinnere mich daran als ob es gestern wäre...
.


Eines schönen Junitages war ich unterwegs nach Wien um dort meinen "Herzallerliebsten" zu treffen. Dazu sei erwähnt, dass ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Realität getroffen habe. Ich war genauso wie man sich eine verliebte, gestörte 16-jährige am Weg zu ihrem ersten Date vorstellt: 10kg Make-up im Gesicht (ich machte Crusty dem Clown alle Ehre), ein Rock der so kurz war, dass es fraglich war ob man ihn noch als Rock bezeichnen konnte. Dennoch hat man ihn gesehen, denn er war knallrot. Damit mich Alexander auch ja nicht übersieht. Dann war der Moment gekommen: ich stand ihm gegenüber. Erster Gedanke: der hat die Sonne wohl auch noch nie ernsthaft zu Gesicht bekommen?










Beim ersten gemeinsamen Drink stellte sich heraus, dass er ein Möchtegernphilosoph war. Er stand v
or allem auf Nietzsche, was mir etwas Angst machte: "Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht"...

Aber gut, er sah ja soooo ehrlich und vertrauenserweckend aus. Das versprache eine rosige Zukunft... das musste ich sofort meiner besten Freundin Nathalie erzählen wenn ich wieder zu Hause war... ich konnte es kaum erwarten sie zu sehen.

Warum ? Wieso ? Weswegen ?

Warum ist es an der Zeit das Kind beim Namen zu nennen und einen Blog zu eröffnen?


Wir waren der Meinung: ein Loser wird nun einmal nie etwas anderes als ein Loser sein, weil es in seiner/ihrer Natur liegt. Es gibt sie in allen Erscheinungsformen: die Sonnengötter die sich an ihrem Anblick im Spiegel ergötzen bevor sie die Welt mit ihrem Antlitz beschenken, die coolen Checker von Nebenan, die gern als angesehene Mitglieder der Gesellschaft zeigen wie "multitaskingfähig" sie sind, diejenigen die durch Selbstmitleid das Mitleid auf sich ziehen möchten und dadurch das Verständnis für ihre "schwere Lebenssituation" erregen möchten, diejenigen die bereits zu Lebzeiten der Gemeinde der vermeintlich Verstorbenen beitreten (keinen Finger zu viel rühren). Ein Gang auf die Toilette artet schon in puren Stress aus. Und dann gibt es da auch noch die vermeintlichen Supermodels: die ihr Erscheinen in der Gesellschaft mit dem Aufgehen der Sonnen assoziieren. Ganz abgesehen davon wie der Rest der Welt sie sieht (= Realitätsverlust???). Es ist ein Privileg IHNEN einen Gefallen erweisen zu dürfen.


Dabei ist es unabhängig davon, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen der menschlichen Gattung handelt, obwohl "es" (das Loserchen) des öfteren als Männlein in Erscheinungsform tritt. Sie alle (Männchen und Weibchen) eint ein Gedanke: "ICH bin der Nabel der Welt und du bist der Dreck unter meinen Fingernägeln". Der Wahrheit dieses Gedanken (oder der wirklichen Wahrheit dahinter – so wie der Rest der Welt sie sieht) möchten wir in diesem Blog auf den Grund gehen.


Viel Spaß bei der Studie über das kleine menschliche Loserchen in allen seinen Erscheinungsformen.


Natalie & July